Feinpapiere in 3D

Unboxing ganz analog

Wohl kaum ein Gestaltungsbereich hat sich in den letzten Jahrzehnten so gewandelt wie das Packagingdesign: Verpackungen gewinnen für die Markenpositionierung immer mehr an Bedeutung und das spiegelt sich auch in raffinierten Umsetzungen wider. In einer durch und durch digitalisierten Welt ist die Sehnsucht nach haptischen Erlebnissen schließlich groß – Produkte möchten erlebt werden. Welche Rolle spielt da die richtige Papierwahl? 

Gerne setzt man im Verpackungssegment heute auf visuelle und haptische Stolpersteine: Elemente, die die Optik durchbrechen und damit einen entscheidenden Impuls am POS auslösen – fass mich an! Dies kann schon ganz alleine aufgrund einer interessanten Papieroberfläche geschehen; verstärkt wird dieser Reiz noch mit einer ergänzenden Veredelung. Wer beispielsweise eine glänzende Heißfolie als Eyecatcher platzieren möchte, wird in raueren Naturpapieren einen perfekten Sparringpartner finden. Das Spiel mit den Kontrasten, die spiegelglatte Fläche der Prägung auf einer griffigen Oberfläche – für die Fingerspitzen ein wahres Vergnügen. 


Nachhaltigkeit im Packaging

Auch um den heute so wichtigen Aspekt der Nachhaltigkeit als Markenwert nach außen zu tragen, ist die Verpackung ein prädestinierter Botschafter. Natur- und Recyclingpapiere sowie Kartons in gedeckten Farben, mit feinen sichtbaren Einschlüsse sowie einer griffigen Haptik vermitteln schon bei der ersten Berührung den Bezug zur Natur. Wer diesen Gedanken konsequent verfolgen möchte, setzt bei Veredelungen vielleicht auf eine reizvolle und ökologische Blindprägung – je schlichter die Verpackung, um so mehr stechen solch feine Details ins Auge. 

Im Gegensatz dazu verlangen Produkte im Premiumsegment einen entsprechend eleganten Auftritt. Die Zeiten des allzu Pompösen sind (momentan) vorbei, um so entscheidender ist die Wahl des Papiers. Mit samtiger Haptik, glänzenden Papiereinschlüssen oder einer edlen Oberflächenstruktur lässt sich Luxus pur auf subtile Weise vermitteln. Für das gewisse Extra und um das klassische Understatement zu perfektionieren, könnten hier noch ein reizvoller Verschluss oder eine partielle Lackierung sorgen.

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