Never Mind the Kiosk

Print is dead. Prove me wrong!

Mit der zweiten Auflage des Never Mind the Kiosk-Festivals lud das Schwarz Magazin wieder dazu ein, über Print, die Zukunft und den Status Quo, die Möglichkeiten und Notwendigkeiten zu sprechen. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln heraus betrachteten Expert*innen der grafischen Industrie, beleuchteten, wie Kommunikation, Teambildung und Kooperationen zwischen den kreativen und produzierenden Bereichen funktionieren kann oder sollte. Mit Blicken über den Tellerrand, Prognosen für die Zukunft sowie auf den Einsatz neuer Technologien gelang ein spannendes Event, das viele Anstöße für die eigene Arbeit bereithielt. Das IGEPA Freytag & Petersen Team war mit Bettina Utermann und Frank Kappl vor Ort und beantwortete alle Fragen rund um Innovationen, Einsatzmöglichkeiten und Umsetzungen ihres Sortiments.





Print ist nicht nur Drucken

Auch die Zusammenstellung der Vortragenden trug diesem Anspruch eines breit gefächerten Themenspektrum Rechnung: Theresa Wedemeyer gab als preisgekrönte Buchbinderin Einblicke in ihre Arbeit, während Marcel Richard mit »Sounds of Silence« einen multivisuellen Lagebericht der Kultur in Pandemiezeiten präsentierte. Mit von der Partie war auch die Kobold Presse, die Buchdruck vor Ort ermöglichte und alle Fragen gerne beantwortete. Kriminell wurde es mit Laura-Lina Kloep und Marko Hanecke, die ihren gemeinsamen Kriminalroman »Eine Studie in Magenta« vorstellten. Dass die Druckbranche mörderisch spannend ist, stellte das Autorenduo damit jedenfalls eindrucksvoll unter Beweis. Und eine neue Zeitung im digitalen Zeitalter? Warum nicht, dachte sich Gestalter Jonas Brüggemann und legte mit »Nullnummer« einen so fulminanten wie experimentellen Start hin. 







Fachgespräch auf der Couch


Ein besonderes Format bot sich mit der Wohnzimmer-Diskussion: Hierzu waren Bianca Reimann (wissenschaftliche Mitarbeiterin FH Dortmund), Sabine Reister (Produktmanagerin, IGEPA), Michael Becker (Leiter der Akademie Druck und Medien, VDM Nord-West), Sebastian Moock (Art Director / Typograf), Max Peters (Sale Manager Lessebo) sowie Daniel Thiekötter (Druckerei Thiekötter) eingeladen. Moderator Marko Hanecke balancierte dabei souverän zwischen den Themenfeldern »Comeback des grafischen Gewerbes«, »Netzwerken« sowie die »Zukunft der Druckbranche« und konnte den Teilnehmer*innen teils kontroverse, aber durchweg bemerkenswerte Statements entlocken. 




Egal ob Papierspezialist*innen, Drucker*innen oder Gestalter*innen – es ist lohnenswert und unterhaltsam, dieser Diskussion in Gänze zu folgen:



Musik und Design, das passt einfach. Und so sorgte die Dortmunder Band Lobby Boy am Ende der Veranstaltung für einen akustischen Abschluss. Als Fazit bleibt nur erneut zu betonen: Print is dead? Never ever!