Papier in 3D:

Zauberhafte Installationen

Manchmal passt Papier eben nicht in ein DIN-Format – so wie die teils raumfüllenden Papierinstallationen von Tereza Hradlikova. Nach einem Architekturstudium lernte die Kreative auf einer Reise nach Japan und Hongkong den Zauber des Papiers kennen. Zurück in Tschechien startete sie ihr Unternehmen Porigami und lässt nicht nur Kleinode wie Grußkarten oder aber kleinere 3D-Modelle entstehen, sondern tüftelt auch an Rauminstallationen, Schaufenster und Showrooms. Ihr architektonisches Fingerspitzengefühl kommt ihr dabei sicherlich entgegen. Bis ins kleinste Detail entstehen diese Entwürfe zunächst ganz klassisch mit Papier, Bleistift und Schere, ehe der Lasercut zum Einsatz kommt. 


»Handarbeit wird bei uns nach wie vor großgeschrieben«


Auf diese Weise verzauberte im vergangenen Jahr beispielsweise eine luftige Deckeninstallation die Besucher der Prague Gallery (»Art of Bathrooms«) – organische Elemente, die in mehreren Schichten über den Köpfen schwebten. Beeindruckend auch die letztjährige Weihnachtskarte für Porsche – eine aufklappbare Stadtsilhouette, bei der selbstverständlich das standesgemäße Gefährt nicht fehlen darf. 


Für ihre japanischen Kunden kooperiert das Team um Tereza Hradlikova gerne mit der japanischen Designerin Kumi Kobayashi und inzwischen ist auch schon ein reizvoller Online-Shop entstanden, in dem die filigranen Schmuckstücke erworben werden können. Und wie kam es zu ihrem Firmennamen? »Meine Schwester nannte mich als Kind immer ›Pori‹ und ›Gami‹ bedeutet bekanntlich Papier auf Japanisch«. Eine tschechisch-japanische Fusion also, die den feinen Umgang mit Papier kultiviert.