Reportagen

Weltgeschehen im Kleinformat

Wie wohltuend sticht aus der fotogewaltigen Zeitschriftenwelt doch das kleinformatige Magazin (23 × 16,5 cm) Reportagen heraus: konzentrierte, gut recherchierte Beiträge, unter denen man ganz sicherlich nicht die »geschätzte Lesezeit« finden wird. In den Reportagen versinkt der Leser, er blättert sich nicht von Schnipsel zu Schnipsel und auch das ist wiederum eine willkommene Abwechslung. 



Konzentrierter Inhalt im Taschenbuchformat

Konsequent setzt die Redaktion ebenfalls auf sparsam eingesetzte Illustrationen anstatt knallbunter Fotos – diese lenken dankenswerterweise nicht vom Inhalt ab, sondern ergänzen ihn aufs Schönste. Das Layout ist schnörkellos, lesefreundlich und eben kein bisschen »magazinig« – so verwundert es nicht, dass die Schweizer Macher ihr Medium auch als Taschenbuch bezeichnen. Sechsmal im Jahr erreicht es seine Leser – jedes Mal mit einer anderen Leitfarbe, die sich vom Umschlag durch das ganze Heft in dezenten Schmuckelementen zieht und jedes Mal mit einem bunten Mix aus gesellschaftsrelevanten Themen, abseitigen Geschichten sowie bemerkenswerten Vorkommnissen aus aller Welt. Eines haben aber alle Ausgaben gemein: In den vielfältigen Beiträgen stehen immer Menschen im Mittelpunkt, der Blick richtet sich von innen nach außen – das ist es wohl, was die Reportagen so besonders macht.»Neuste Nachrichten dominieren die Medien, ihre ›Breaking News‹ vervielfachen sich seit der Ära der Digitalisierung in Windeseile. Sie liefern jedoch nur eine begrenzte Sicht auf die Welt. Wir richten dagegen den Fokus auch auf die Nebenschauplätze. Denn ungewöhnliche Perspektiven, überraschende Menschen und ungewöhnliche Orte verwandeln scheinbar bekannte Stoffe und Themen in unentdecktes Neuland«, so die Reportagen-Redaktion. Dass dabei nicht nur vom Schreibtisch aus gearbeitet wird, lässt sich aus jeder Zeile ablesen. 


»Kluge Essays aus dem Elfenbeinturm interessieren uns nicht. Unsere Autorinnen und Autoren, gehen hin und erleben selbst. 

Sie verbringen viel Zeit mit ihren Protagonisten. Je mehr, desto besser. 

Nur so können sie beim Schreiben unsere Leserinnen und Leser in andere Welten entführen, sie den berühmten Stallgeruch riechen lassen«.



Lesestoff für die Couch

Natürlich gibt es neben der Printausgabe (Einzelheft 15 Euro, 135 Seiten) auch ein Online-Pendant, aber ganz ehrlich: Mit diesem Heft sollte man es sich analog gemütlich machen und sich Zeit nehmen, zumal auf dem handschmeichlerischen Lessebo 1.3 gedruckt wird. Wer neugierig geworden ist, kann sich unter reportagen.com/kennenlernen ein kostenloses Probeheft anfordern. 

reportagen.com/

Papier: Lessebo 1.3