Weiß auf Bunt:

Mit Weißdruck auf Naturpapier

Lange Zeit galt es als äußerst schwierig, ein tatsächlich reines Weiß auf buntes Papier zu zaubern. Im Offset waren dazu viele Druckdurchgänge mit Deckweiß nötig und selbst dann schimmerte immer die Farbe des Substrats durch. Meist erinnerte das ein wenig an einen »Waschunfall«, wenn sich eine rote Socke in die Weißwäsche verirrt hatte. Zufriedenstellende Ergebnisse erzielte man eigentlich nur im Siebdruck – aber diese Technik bringt wiederum andere Einschränkungen mit sich, die nicht immer mit dem gewünschten Produkt konform gehen. Auch denkbar ist in solchen Fällen eine helle oder eben weiße Folienprägung, die jedoch natürlich ins vorgegebene Budget passen muss. 


Wie kommt also nun die weiße Farbe auf das Papier? Weißdruck ist das Zauberwort! Möglich ist diese Bedruckung entweder im LE-UV-Offset-Druck oder aber im UV-Digitaldruck. Letzterer galt lange Zeit – gerade für kleinere Auflagen – als zu teuer, aber auch in diesem Punkt kann Entwarnung gegeben werden. Es lohnt sich in jedem Fall, entsprechende Angebote einzuholen und dabei auch das gewünschte Material anzusprechen. 

Das sollte beachtet werden

In der Gestaltung ist lediglich zu berücksichtigen, dass Farbverläufe im Weißdruck nicht darstellbar sind, dafür sorgt eine mehrfache Überdruckung für einen besonderen haptischen Reiz. Dass dabei die Anmutung sehr variabel ist, zeigen die Beispiele von Colour Connection: Auf rauem, braunen Karton ist weißer Aufdruck ein unglaublicher Eyecatcher, auf schwarzem Substrat ist die Wirkung dominant und in Zusammenspiel mit einem grauen Papier kann sich ein sehr elegantes Bild ergeben. 


Der Weißdruck hat also viele neue Möglichkeiten in der Gestaltung geschaffen und die Wahl des (Natur-)Papiers muss nun nicht mehr von der Lesbarkeit der Bedruckung abhängen – eine herrliche Spielwiese für Kreative!

Alle Beispiele: https://www.printweb.de/